Dachverband der Geowissenschaften

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Geowissenschaftlerin des Monats: Madelaine Böhme, Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Madelaine ist Professorin für Terrestrische Paläoklimatologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Dort erforscht sie, wie Klimaänderungen, Ökosysteme und die Entwicklung von Organismen zusammenhängen. Madelaine ist die erste Professorin in den Geowissenschaften in Tübingen, Gastprofessorin im Department of Anthropology am Dartmouth College (USA) und Fellow der Carl-Friedrich-von-Siemens Stiftung.

Außerdem war sie von 2012 bis 2016 Gründungsdirektorin des Senckenberg Center for Human Evolution and Paleoenvironment (Tübingen) und wurde 2016 mit dem Alexander-von-Humboldt Memorial Award ausgezeichnet.

Bekannt ist Madelaine für ihre vielen Beiträge zur Popularisierung der Geowissenschaften, insbesondere der Paläontologie. Dazu gehören über 100 populärwissenschaftliche Vorträge, unter anderem für die Kinder-Uni, naturwissenschaftliche Vereine, Volkshochschulen, Stiftungen sowie Firmen. Außerdem ist sie eine gefragte Interviewpartnerin für Zeitschriften, Radios und Fernsehsender – sowohl national als auch international. Ihr 2019 veröffentlichtes Buch „Wie wir Menschen wurden“ wurde in 6 Sprachen übersetzt. In der Wissenschaftsdoku „Europa – Wiege der Menschheit?“ präsentiert Madelaine ihre spektakulären Funde von Vormenschen in Griechenland.

Madelaine engagiert sich außerdem besonders im Bereich Citizen Science: Seit 2017 leitet sie die Bürgergrabung in der Tongrube Hammerschmiede. An dieser Menschenaffen-Fundstelle im Nordalpinen Vorlandbecken sind ca. 400 Volontäre im Alter von 6 bis 84 Jahren beteiligt. Bisher wurden bei der Grabung über 40.000 Fossilien von 157 verschiedenen Wirbeltierarten ausgegraben. Der wohl bedeutendste Fund, Danuvius guggenmosi, wurde 2019 von Madelaine und ihren Kollegen in Nature vorgestellt.

Bild: privat