Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen sowohl die Entwicklung und der Einsatz hochauflösender seismischer Methoden zur Erkundung des oberflächennahen Untergrunds als auch zur Charakterisierung von geologischen Strukturen und Untergrundeigenschaften. Dabei untersucht Sonja unter anderem neotektonische Strukturen und junge tektonische Prozesse in Norddeutschland sowie Subrosions- und Karstgebiete zur Identifikation und Bewertung geologischer Risiken. Darüber hinaus nutzt sie in ihrer Forschung seismische Methoden, um Geothermie-Potentiale und die nachhaltige Nutzung des Untergrunds zu erkunden. Auf diese Weise verbindet Sonja methodische Forschung und Entwicklung mit zukunftsrelevanten Fragestellungen der Geowissenschaften in den Bereichen Naturgefahren, Infrastruktur und Energiewende.
Was Sonja an der Geophysik besonders fasziniert, ist die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Methoden Prozesse und Strukturen sichtbar zu machen, die sich tief im Untergrund abspielen und unserem direkten Blick verborgen bleiben. Die Verbindung von physikalischen Messverfahren mit geologischen Fragestellungen und gesellschaftlich relevanten Anwendungen macht dieses Fachgebiet für sie so spannend. Dabei ist die Geophysik für Sonja ein vielseitiges Werkzeug um aktuelle Herausforderungen – von Naturgefahren bis zur Energiewende – besser zu verstehen und zu bewältigen. Für diese Vielfalt und Relevanz an Forschungsthemen in der Geophysik möchte sie vor allem junge Menschen begeistern.
Daher engagiert sich Sonja auch außerhalb ihrer Forschung für die Sichtbarkeit der Geowissenschaften, insbesondere der Geophysik. In der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) ist Sonja als Beiratsmitglied aktiv, leitet die Redaktion der DGG-Mitteilungen und engagiert sich im Public Relations & Outreach Team. Die Vernetzung innerhalb der Fachgesellschaften sowie die Förderung des Austauschs zwischen Forschung, Fachgesellschaften und Öffentlichkeit liegen ihr besonders am Herzen.
Auf dem Foto sieht man Sonja bei dem Aufbau einer Seismik-Messung mit der am LIAG entwickelten und patentierten seismischen ELVIS-Quelle (Foto: privat/LIAG).